Bericht über Sanktionen und Maßnahmen in EU-/EWR-Mitgliedstaaten im Jahr 2025
VO (EU) 596/2014, EU
Dieser Bericht der ESMA gibt einen Überblick über die in den EU-/EWR-Mitgliedstaaten im Jahr 2025 verhängten Sanktionen und Maßnahmen im Finanzsektor. Insgesamt wurden 955 administrative Sanktionen und Maßnahmen mit einer Gesamtsumme von 81.896.178 Euro an Geldbußen verhängt. Die Durchsetzungsaktivitäten konzentrierten sich hauptsächlich auf Verstöße gegen die Marktmissbrauchsverordnung (MAR) und die MiFID II/MiFIR.
Die höchsten Sanktionszahlen betrafen die MAR (350) und die AIFMD (268), während die höchsten Geldbußen unter MiFID II/MiFIR (36,6 Mio. Euro) und MAR (33,4 Mio. Euro) verhängt wurden. Deutschland verhängte die höchsten Geldbußen (23,3 Mio. Euro), gefolgt von Frankreich und Spanien. Erstmals wurden auch Sanktionen unter MiCA und SFTR verhängt.
Der Bericht hebt weiterhin Diskrepanzen bei der Anwendung von Sanktionsbefugnissen zwischen den Mitgliedstaaten hervor, sowohl hinsichtlich der Höhe der Geldbußen als auch der Art und Anzahl der Maßnahmen. Die Durchsetzungsaktivitäten bleiben auf wenige Rechtsakte und Mitgliedstaaten konzentriert, was auf eine uneinheitliche Anwendung der Vorschriften hindeutet.
Zum Rahmenwerk: Marktmissbrauchsverordnung (MAR)
Verbot von Insidergeschäften und Marktmanipulation, Ad-hoc-Publizität, Insiderlisten und Eigengeschäfte von Führungskräften.
Übersicht und alle Updates →Weitere Updates zu Marktmissbrauchsverordnung (MAR)
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