Irische DPC verhängt 403 Mio. EUR Strafe gegen Google wegen Standortdatenverarbeitung
VO (EU) 2016/679, BDSG, EU+DE
Die irische Datenschutzkommission (DPC) hat eine Untersuchung gegen Google Ireland Limited abgeschlossen, die sich auf die Verarbeitung von Standortdaten durch Google bezog. Die Untersuchung, die im Februar 2020 auf Beschwerden europäischer Verbraucherschutzorganisationen hin eingeleitet wurde, konzentrierte sich auf die Funktionen „Web- & App-Aktivitäten“, „Standortverlauf“ und „Standortgenauigkeit“ im Zeitraum vom 25. Mai 2018 bis zum 4. Februar 2020.
Die DPC stellte fest, dass Google gegen die DSGVO verstoßen hat, insbesondere hinsichtlich der Rechtmäßigkeit und Fairness der Verarbeitung von Standortdaten in „Web- & App-Aktivitäten“ und „Standortverlauf“. Zudem wurden Mängel bei den Rechenschaftspflichten bezüglich der „Standortgenauigkeit“ sowie bei den Transparenzpflichten für alle drei Funktionen und der Speicherung von Standortdaten festgestellt.
Als Konsequenz verhängte die DPC eine Geldbuße von insgesamt 403 Millionen Euro gegen Google. Google wurde außerdem angewiesen, seine Datenverarbeitung innerhalb von sechs Monaten an die Vorschriften anzupassen.
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